Banh mi

Das gehört zu den spannendsten Momenten: Die Familie versammelt zum Essen bekommt etwas serviert, was es vorher noch nie gab. Mama har ein neues Rezept ausprobiert . Im schlimmsten Fall muß man ja Brote schmieren oder Eier braten. Meistens geht es aber gut und anerkennendes Schmatzen und begeisterte Ausrufe versetzen Mama in Hochstimmung. Nun ist es ja nicht ganz so schwer eine Prognose für die Bewertung zu erstellen. Nimmt man 2 oder 3 bekannte Lieblingsgerichte und kombiniert diese miteinander zu etwas Neuem, muß es ja gut gehen. Sind allerdings neue Gewürze oder Geschmacksrichtungen im Spiel, wird die Sache schon spannender.

Banh mi sind vietnamesisches Fastfood: Baguette mit Fleisch, Soße und Gemüse. Also eine vietnamesische Variante des Hamburgers.
Das Rezept für das Fleisch „Stove-top garlic and spice pork“ fant ich in Tessa Kiros neuem Buch „Provence to Pondicherry“. Hier wird Schweinelende mit Salz, braunem Zucker und 5-Gewürzpulver eingerieben, angebraten und dann in einer Soße aus Sojasoße, Knoblauch und Wasser gekocht. Ich hatte schon früher 5-Gewürzpulver verwendet und nur „Minusse“ bekommen. Dieser Weihnachtsgeschmack am Fleisch paßt nicht, war die einhellige Meinung. Aber das Glas mit dem 5-Gewürzpulver stand immer noch im Schrank und die Versuchung war groß, es noch einmal zu versuchen.
Ich habe allerdings ein paar Veränderungen vorgenommen. Im Originalrezept wird das Fleisch mit einer Mischung aus Salz, Zucker , 5-Spice und Knoblauch eingerieben. Tessa Kiros warnt davor, den Knoblauch beim Braten nicht zu verbrennen. Deshalb habe ich den Knoblauch im Rubb weggelassen und später der Soße zugesetzt. Keine Knoblauchverbrenngefahr also. Die Soße brauchte nach meiner Meinung eine besser Balance zwischen süß, salzig und sauer. Deshalb habe ich noch ein paar Tropfen Chinkiang Essig zugesetzt. Man kann hier sicher auch anderen Essig verwenden.
Gefüllt wurden die Banh mis bei uns mit Soße, Fleischscheiben, Gemüsewok, Sriraccha, frischem Koriander und gehackten Frühlingszwiebeln.
Es wurde ein Erfolg! Es wurde gelobt und geschmatzt und gegessen und gelobt und geschmatzt und gegessen…

Für das Fleisch:
11/2 TL chinesisches 5-Gewürzpulver
1 TL Salz
3 TL Zucker
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL gehackter Knoblauch
1,2 kg Schweinelende
4EL Speiseöl zum Braten
4 EL Sojasoße
1/2 TL Sichanpfeffer
1 TL Chinkiang Essig

Außerdem:
Baguettes, diverse Gemüse, Pickels, Wokgemüse, Würzsoßen, gehackter Koriander und Frühlingszwiebel, Salatblätter, dünne Gurkenscheiben usw.

In einer kleinen Schüssel vermischt man 1 TL 5-Gewürzpulver, Salz, Pfeffer und Zucker und reibt das Fleisch  von außen damit ein. Dann mischt manin der gleichen Schüssel das restliche 5-Gewürzpulver, Sojaßose, Essig, 200ml Wasser, etwas Zucker und Knoblauch. Dann brät man es in Öl an. Damit das Fleisch in die Pfanne paßte, mußte ich es in der Mitte teilen. Wenn es schön braun ist, gießt man die Sojasoßenmischung dazu, kocht einmal auf und läßt das Fleisch 30-40 min auf kleiner Flamme köcheln. Bis hierher kann man das Gericht prima vorbereiten, es kalt stellen und eine halbe Stunde vor dem Essen wieder aufwärmen.
Das Fleisch wird in dünne Scheiben geschnitten und die Soße serviert man am besten in einem Extra-Gefäß.
Die Bagettes werden aufgeschnitten und beide Seiten mit der Soße getränkt und mit den Flesichscheiben und Gemüsen belegt. Yummi…!

Bild: Tranøy auf Hamarøy ist ein winziges Dorf auf der Insel Hamarøy.  Von Skutvik auf Hamarøy geht ein Fährverbindung auf die Lofoten. Ist man erst auf Hamarøy sollte man einen kleinen Abstecher zum nørdlichsten Zipfel der Insel machen. Hier liegt der Leuchtturm von Tranøy und das dazugehörige Dorf. Dieses Dorf liegt quasi am Ende der Welt und die abgebildete Straße endet direkt am Wasser. Weit und breit kein Parkhaus – braucht man hier ja auch nicht. Das abgebildete Schild ist reine „Kunst“.

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