Mangold-Lachs-Pai

In Norwegen sind in den letzten Jahren einige Initiativen gestartet worden, um das Wegwerfen von Lebensmitteln zu reduzieren Viel zu wenige, aber immerhin, man hat begonnen In manchen Geschäften gibt es extra Regale in denen preisreduzierte Waren , die kurz vor oder nach dem Verfallsdatum sind, angeboten werden.

Eine andere gute Initiative ist „ To good to go“. Das ist eine App. Dort bieten Restaurants, Cafés, Hotels und Geschäfte an, daß man zu einem bestimmten Zeitpunkt, meist am Ende eines Tages oder kurz vor Ladenschluss die übrig gebliebenen Lebensmittel gegen einen kleinen Obolus abholen kann. Meist bekommt man eine Tüte (aus Papier!!!), in der die nicht verkauften Lebensmittel drin sind. Es ist immer ein Überaschungsfaktor dabei. Meistens bekommt man sehr viel Essen für sehr wenig Geld. Aber man weiß nie im voraus was und wieviel.

Ich hatte schon immer mal solche Tüten bei verschiedenen Bäckereien geholt. Solange meine Söhne noch zu hause wohnten gab es immer viel Spaß und Begeisterung, wenn ich plötzlich mit einer großen Tüte Zimtschnecken, Puddingteilchen und Minipizzen nach hause kam. Aber nachdem die lieben Kinder nun zum Studieren das Nest verlassen haben, haben mein Mann und ich sowieso Probleme, die großen Portionen, die ich koche, aufzuessen. Mein Kochgehirn ist immer noch im Mama-Modus. Und es kommt gar nicht in Frage auch noch große Restetüten vom Bäcker zu holen.

Vor ein paar Wochen konnte ich doch der Versuchung nicht Wiederstehen und bestellte für 39 Kronen (ungefähr 4 Euro) eine Überaschungs-Tüte im nächstgelegenen Supermarkt.

Abends zwischen 21:45 und 22:00 Uhr sollte ich die Überraschunstüte abholen. Der Mann an der Kasse wusste gleich Bescheid, als ich die App mit der Quittung vorzeigte und holte von hinter der Kasse eine grosse, gut gefüllte Einkaufstüte hervor.

Als er mir die Tüte übergab erschrak ich ein bisschen, weil sie so schwer war. Von oben konnte ich nur 2 Brote, ein helles und ein etwas dunkleres sehen. Ich beeilte mich, nach hause zu kommen. Mein Mann kam aus seinem Fernsehsessel hervor und wollte auch sehen, was in der Überraschungstüte war. Es war richtig spannend.

Und was wir fanden war wirklich umwerfend: 6 Packungen Kochschinken, 4 Packungen dünn geschnittene Hühnerbrust, 2 Brote, eine Packung Lachs, 2 Packungen Riesen-Scampies, eine Packung Nordseekrabben, eine Dose Krabbensalat, 3 mal Gewürzbutter, eine Packung Leberwurst. Und alles hatte das heutige Verfallsdatum. Brrrrrr…………. Die Leberwurst, den Krabbensalat, die Nordseekrabben und die Scampi gab es am nächsten Tag. Die Scampi übrigens mit frischen Nudeln, Chilie, Petersilie und Knoblauch – eines unserer Lieblingsessen.

Der Schinken und die Hühnerbrust wurde gewürfelt und eingefroren – konnte man ja später mal auf Pizzen legen. 

War da also noch der Räucherlachs. Den wir wirklich nicht mehr essen konnten. Ich dachte mir, wenn man ihn gart, kann man ihn sicher etwas länger essen. Und so entstand dieser Pai mit Mangold, Zucchini und Räucherlachs.

Dieser Pai wird nicht mit dem klassischen und leckeren aber fetten und ungesunden Mürbeteig gebacken sondern mit einem Teig bei dem man eine Mischung aus Öl und Quark verwendet. Das hat den Vorteil, daß der Teig nicht ruhen muß, und er läßt sich viel besser als ein gewöhnlicher Paiteig aus Butter Salz und Mehl verarbeiten. Außerdem ist er viel gesünder, da er mit weniger Fett gebacken wird und das auch noch in Form von Öl und mit Vollkornmehl. Öl ist ja bekanntlich wegen der darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren viel gesünder als Butter, weil diese den Cholesterol-Spiegel nicht so erhöhen.

Der Pai schmeckt natürlich anders als ein mit Butter gebackener aber auch sehr gut und auf jeden Fall viel besser als gekaufter.

Hat man den Boden erst einmal vorgebacken, kann man ihn mit allem, worauf man Lust hat und was der Kühlschrank hergibt, belegen. In meinem Fall war es eine Packung Räucherlachs kurz vor dem Verfallsdatum.

Zutaten:

75g Öl

100g Quark

3dl Vollkornmehl

½ TL Salz

Guß:

3 Eier

3dl Milch

Salz Pfeffer

Belag

350g g Blattgemüse (Spinat, Mangold, Grünkohl)

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Kräuter

100g Räucherlachs in Würfel geschnitten – kann auch mehr sein

Salz

Pfeffer

Zubereitung:

Die Zutaten für den Teig erst mit einer Gabel , dann mit den Händen mischen und verkneten. Zwischen 2 Plastiktüten ausrollen. In die gefettete Paiform legen. Mit Backpapier und Erbsen bedecken und bei 170 Grad15 Minuten vorbacken.

In der Zwischenzeit die Fülle zubereiten. Zwiebel und Knoblauch fies würfeln. Die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen. Zum Schluß den Knoblauch zugebe und Weiterbraten bis er duftet. Dann das Blattgemüse dazugeben und ein paar Minute dünsten bis es weich ist. 

Die Eier mit der Milch verquirlen. Wer es luxuriöser und runder mag, kann einen Teil der Milch auch durch Sahne ersetzen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Da das Blattgemüse ja ungesalzen ist, muß man für dieses auch noch einen halben Teelöffel Salz zusätzlich zugeben.

Den vorgebackenen Pai belegt man mit Blattgemüse, darauf verteilt man die Lachswürfel. Wer möchte kann auch noch geriebenen Käse darüberstreuen, Obendrauf verteilt man gleichmäßig die Eiermilch. Dann bäckt man den Pai 30 Minuten auf der untersten Schiene. Er sollte obendrauf hellbraun sein, wenn man ihn aus dem Ofen nimmt.

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