Ente ohne Ende – ultralanggebacken

Natürlich gibt es ein Ende – nach insgesamt 8 Stunden. Dann ist das Ergebnis superzartes Fleisch, das fast vom Knochen fällt. Damit die Ente es so lange im Ofen aushält darf sie nur niedriger Temperatur ausgesetzt werden. 70 Grad sind genug. Das schöne an den Niedrigtemperatur-Braten ist, daß es nicht so darauf ankommt, ob sie eine halbe Stunde länger im Ofen sind oder nicht. Damit fällt der Streß kurz vor der Mahlzeit weg, und man kann in Ruhe die Soße köcheln, die Beilagen herrichten und die Teller wärmen. Den Tisch decken bei uns die Jugendlichen – das schafft Zeit für einen kleinen Aperitiff – falls man den bei all den guten Gerüchen, die aus dem Ofen kommen, überhaupt einen Apetittwecker braucht. Aber schaden kann es ja nicht….

Zutaten für 4 Personen:
1 Ente ca. 2 kg
1 EL Salz
1 TL Pfeffer
1 Zwiebel
1 Apfel
1 kleines Bund Beifuß
500 ml Hühner oder Entenbrühe

Zubereitung:
Die Ente gut abspülen und abtrocknen. Die Flügelspitzen, den Hals, das Bürzel (oder wie das heißt – also den Pops) und überflüssiges Fett abschneiden. Die Ente innen und außen salzen und Pfeffern. Zwiebel und Apfel in große Stücke schneiden und die Ente damit und mit dem Beifuß füllen. Die Öffnungen mit Zahnstochern verschließen. Die Beine zusammenbinden und die Flügel an den Körper binden. Die Ente in eine Fettfangschale mit der Brust nach unten legen. Die abgeschnittenen Teile dazu legen. Auch die Fülle die nicht in die Ente hineingepaßt hat kann man mit in die Fettfangschale legen. Das gibt der Soße später guten Geschmack. Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. 500ml Hühnerbrühe zugießen. Die Enter 30 min anbraten. Dann aus dem Ofen nehmen, die Ofentür öffnen und den Ofen auf 70 Grad abkühlen. Die Ente wieder in den Ofen setzen und 7 Stunden brutzeln lassen.
In dieser Zeit schafft man eine mittellange Wanderung oder Skitour, kann also den Sonntag richtig genießen.
Dann wieder aus dem Ofen nehmen. Die Brühe durch ein Sieb abgießen. Einen Rost in die Fettfangschale legen und die Ente mit der Brust nach oben darauf legen. Ca. 30 min bei 220 Grad Umluft bräunen.
In dieser Zeit kann man aus der Brühe eine Soße kochen. Dazu erst mal das Fett mit einem Löffel abschöpfen. Aber bitte nicht wegwerfen – damit kann man die herrlichsten Bratkartoffeln der Welt zubereiten.
Die entstandene Brühe schmeckt schon so gut, daß man sie für die Soße nur mit Salz, Worchesteshiresoße, Zucker und Sojasoße abschmecken und mit Soßenbinder andicken muß. Man kann natürlich auch kunstgerecht eine Schalotte hacken, andünsten, mit Rotwein aufgießen, diesen einkochen lassen, die Brühe angießen, andicken und abschmecken – dann ist das Ergebnis noch besser.

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